Fotografie Tutorial: Lightpainting – mit dem Licht Malen
Grundlagen:

obstkorbAls Lightpainting (zu Deutsch- Lichtmalen, Lichtpinseln) bezeichnet man in der Fotografie den Effekt, der entsteht, wenn man bei möglichst starker Dunkelheit und langer Belichtungszeit mit einer Taschenlampe oder einem ähnlichen Lichtwerfenden Objekt das Bild ausleuchtet. Hierbei gibt es zwei Arten des Lightpaintings:
Outdoor Lightpainting: Bei dem die ganze Szenerie mit einer Taschenlampe, einem Blitzgerät , einer Fackel oder einem anderen Lichterzeugenden Objekt beliebig beleuchtet wird.
Lightpainting an Objekten: Hierbei wird die Kamera auf ein oder mehrere Objekte fokussiert, die während der Belichtungszeit von dem Fotografen mit den Lichtquellen beliebig mit Licht bemalt werden.
Das Lightpainting ist nicht zu verwechseln mit dem Lightmarking, bei dem die Lampen gewollt auf die Kamera gerichtet werden und sich so mit dem Licht zeichnen lässt.
Vorbereitung:

ausruestungFür das Lightpainting benötigt man zu aller erst eine Kamera mit einer sogenannten bulb-Funktion, das heißt, dass der Fotograf die Belichtungszeit beliebig einstellen kann.
Besonders wichtig für das Lightpainting ist auch ein Stativ, da die Kamera bis zu 30 Sekunden oder länger den Verschluss öffnet und jedes kleinste verwackeln später auf dem Bild sichtbar werden würde.
Optional ist noch ein Fern- bzw. Kabelauslöser für die Kamera, der störendes ruckeln an der Kamera beim Auslösen verhindert.
Alternativ kann man auch einfach den Selbstauslöser nutzen.
Die wohl wichtigsten Werkzeuge beim Lightpainting sind die Taschenlampen, mit dem der Fotograf seine Objekte bzw. die Szenerie ausleuchtet. Das Sortiment eines professionellen Lightpainters umfasst mehrere Taschenlampen in verschiedenen Größen.
Sehr geeignet sind hierfür Modelle mit einem fokussierbaren Reflektor.
Nicht erforderlich, aber dennoch empfehlenswert ist beim Lightpainting dunkle Kleidung für den Fotografen, sowie dunkle Handschuhe, da er so wesentlich weniger Licht reflektiert, das von der Kamera erfasst werden kann.
Lightpainting Teil 1: Objekte fotografieren

aufbauIn diesem ersten Tutorial möchte ich mich mit dem Lightpainting von Objekten befassen.
Sucht euch als Kulisse einen Raum, den ihr so gut es geht abdunkeln könnt.
Achtet darauf, dass euch keinerlei andere Lichter wie die eines Computers, eines Bildschirms etc. bei der Arbeit stören.
Am besten ist ein dunkler Untergrund geeignet, da er nicht so viel Licht reflektiert, das dann auf dem Bild zu Hell erscheint.
Das Nebenstehende BIld zeigt einen typischen Aufbau bei Licht.
Richtet eure Kamera mit dem Stativ auf eure Objekte und schießt ein paar Testfotos, um eine geeignete Perspektive zu finden.
Ich habe für diese Tutorial einen Karabiener in der Form eines Sternes genommen, den ich von schräg oben fotografiere.
Sobald ihr eine Position für eure Kamera gefunden habt, die euch gefällt, überprüft ihr noch einmal, dass das Stativ sicher und ruckel frei steht .
Es ist bei dieser Art der Fotografie sehr wichtig, dass sich die Kamera bei einer so langen Belichtungszeit kein Stückchen bewegt, da das Bild somit unscharf und unbrauchbar wird.
Das Lichtpinseln

sternWenn ihr alle Vorbereitungen getroffen habt, könnt ihr mit dem Fotografieren beginnen.
Lasst das Fokussieren zuerst die Kamera übernehmen, und stellt den Fokus dann auf Manuell, andernfalls würde die Kamera bei einem Zeitauslöser versuchen die Objekte in der Dunkelheit zu fokussieren, was natürlich nicht möglich ist.
Die Belichtungszeit beim Lightpainting liegt generell bei 30 Sekunde, wer kreativ sein will, kann sich eigene Belichtungszeiten aussuchen.
Die Blende kann ebenfalls variieren und hängt in der Regel auch von der Taschenlampe ab.
Macht einfach verschiedene Aufnahmen, mit verschiedenen Blenden.
Wer einen Fernauslöser besitzt, kann diesen nutzen.
Allen anderen empfehle ich, den Selbstauslöser der Kamera zu nutzen.
Sobald ihr ausgelöst habt, fahrt ihr je nachdem, welchen Effekt ihr erzielen wollt an den Konturen des Objektes entlang oder beleuchtet es einfach von allen Seiten.
Generell sind der Phantasie beim Lichtpinseln keine Grenzen gesetzt, ihr solltet nur darauf achten, dass ihr das Licht nie direkt in die Kamera richtet, da ihr sonst den Effekt des Lightmarkings erhaltet, der zwar auch schick ist, bei diesen Aufnahmen jedoch nicht erwünscht ist.
Macht am besten mehrere Aufnahmen hintereinander und Fantasiert einfach mit den Lampen rum.
Wenn ihr mit den Aufnahmen zufrieden seit, würde ich euch empfehlen, diese noch am PC nachzubearbeiten, da sich Farben, Lichter und Spiegelungen so noch besser zum Ausdruck bringen lassen.

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greetz, hu$tla
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Veröffentlicht am: 12 Jan. 2008 |
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Kommentar(e) (14)
super beitrag,bei dem man viel lernen kann
Zuletzt bearbeitet am: 3 Jun. 2008 20:38:06
3 Jun. 2008 20:37:40 • Antworten •
Wär ich so nie drauf gekommen. Tolle Idee und ich habe schon versucht es nachzumachen.^^
30 May. 2008 22:34:03 • Antworten •
Wow gefällt mir sehr gut dein Tutorial
Die Resultate sind spitze
15 Apr. 2008 22:17:33 • Antworten •
Jopp ^^
So wie dus erkärt hast funktioniert es super!
Zuletzt bearbeitet am: 21 Feb. 2008 20:16:49
21 Feb. 2008 19:42:48 • Antworten •
Zitat Terrae:
P.S: Du erwähnst am Anfang noch was mit Outdoor... Wennde dazu noch was findest, dann schick mir mal bitte den Link :)
LG
Terrae
Ja das mit der Belichtungszeit stimmt wohl, für Anfänger ist das aber sicherlich besser.
Zu dem outdoor Lightpainting habe ich nichts gefunden (wie bei diesem), aber ich mach da trotzdem bald noch was zu ;)
21 Feb. 2008 17:41:05 • Antworten •
Was mir noch aufgefallen ist:
Das mit den 30 Sekunden ist nicht so wirklich richtig ^^'
Man sollte den Zeitausschnitt nur so lange wählen wie auch belichtet wird.
Nach 30 Sekunden muss die Kamera ziemlich lange rechnen und der Akku geht dementsprechend schnell leer. Also der BULB Modus mit Kombination einer Fernbedienung ist der Idealfall, mit dem auch ich arbeite.
Bei den meisten Bildern kann man auch keine 30 Sekunden "rummalen" weil man sonst so ziemlich alles auf der Bild sieht und Stellen überbelichtet werden :)
Aber für den Anfang stellt das gar kein Problem dar, mal 30 Sekunden zu belichten. Geht einem bloß spätestens nach dem zehnten Belichtungsversuch auf die Nerven, weil man in den meisten Fällen (Je nachdem WIE kompliziert die Beleuchtung ist) lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss...
Meine längste Belichtungszeit betrug jetzt um die 5 Minuten und dann rechnet eure Kamera locker 7-8 Minuten weiter... Also nicht erschrecken ^^
Trotzdem SUPER TUTORIAL!
P.S: Du erwähnst am Anfang noch was mit Outdoor... Wennde dazu noch was findest, dann schick mir mal bitte den Link :)
LG
Terrae
Zuletzt bearbeitet am: 21 Feb. 2008 13:59:28
21 Feb. 2008 13:57:57 • Antworten •
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ist das auch von dir des tut?..
25 Oct. 2009 19:58:55 • Antworten •